Anleitung zur Meditation für Anfänger und Einsteiger

Anleitung zur Meditation für Anfänger. Warum sollte ich meditieren?
Meditation (c) Dr. Stephan Barth - pixelio.de

Wer sich gerne mit dem Thema Meditation als Anfänger und Einsteiger beschäftigen möchte, dem wollen wir hier gerne ein paar Tipps geben, wie das Meditieren auch für den Ungeübten ein probates Mittel wird, um Stress und Hektik zu neutralisieren und uns eine kleine Auszeit verschaffen zu können. Wenn Sie dem Thema Entschleunigung und Entschleunigen Ihre Aufmerksamkeit widmen, dann sollte Meditation ein Thema sein, dem Sie sich ebenfalls aufgeschlossen gegenüber zeigen sollten.

Was bedeutet Meditation?  Wo liegt der Sinn des Meditierens?

Meditation wird in alten Philosophien als Übung empfohlen um unser spirituelles Wachstum zu fördern.  Mit dieser Methode lernen wir, Zugang zu unserem innern zu finden.  Meditation ist weder eine Glaubensrichtung noch eine Heilslehre. Meditation eröffnet Ihnen die Möglichkeit sich körperlich und geistig zu entspannen.  Wenn Sie meditieren sind Körper, Geist und Seele im Einklang. Wenn Sie lernen zu meditieren, werden Sie sehr schnell spüren, dass diese Methode eine große Bereicherung Ihres Alltags darstellt.

Was ist das Ziel - wenn ich meditiere?

Sie verfolgen kein Ziel.  Die Meditation als solches ist das Ziel.  Schrauben Sie Ihre Erwartungshaltung nicht zu hoch.  Konzentrieren Sie sich nicht auf die "innere Leere".  Lassen Sie es einfach geschehen. Entspannen Sie sich, atmen Sie ruhig und konzentrieren Sie sich einfach auf das "nichts tun".  Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf, sie kommen und gehen, ziehen vorüber , wie Wolken am Himmel. Lassen Sie los und geben Sie sich der Stille und der Ruhe hin.

Welche Körperhaltung sollte ich einnehmen?

Für Einsteiger und Anfänger ist es vermutlich am einfachsten, sich entspannt auf eine Matte oder eine gemütliche Decke auf den Boden zu legen.  Legen Sie sich ein bequemes Kissen unter den Kopf und nehmen Sie eine entspannte Rückenlage ein.  Wenn Sie schon einmal autogenes Training hatten, dann nehmen Sie diese Stellung ein.  Die bekannteste Position ist der Lotussitz für die Fortgeschrittenen oder der Schneidersitz für Anfänger und Einsteiger. In der sitzenden Stellung sollte der Rücken gerade sein. Die Zunge sollte an den oberen Gaumen gelegt werden. Das gilt bei allen Meditationsstellungen.


Die Handhaltung beim Lotus- oder Schneidersitz ist wichtig


a.
Wir halten die Hände wenig unterhalb unseres Bauchnabels. Die rechte Hand wird in die linke Hand gelegt, so daß die Mittelglieder der Mittelfinger übereinander liegen. Die Daumenspitzen legen wir aneinander.

b.
Wir legen die Hände locker in den Leisten ab, so daß die Fingerspitzen zwischen die Beine zeigen.

c.
Wir legen beide Handflächen aufeinander und halten diese dann genau vor unser Herz, wie es auf Madonnenbildern dargestellt wird.

Die Atmung ist wichtig

Auch bei der Meditation soll der Atem fließen.  Wie wir beim Autogenen Training ins Sonnengeflecht atmen, so können wir dies auch bei der Meditation handhaben.  Lassen Sie den Atem ruhig fließen, ohne sich groß darauf zu konzentrieren.  Die Atmung harmonisiert unseren Energiefluss.  Sie werden das schon nach wenigen Minuten spüren.  Während der Meditation sollen die Gedanken fließen.  Am Anfang werden Sie sicher noch keine gedankliche Leere empfinden.  Konzentrieren Sie sich gedanklich auf ein schönes Bild: Perde auf der Weide, Wolken die ziehen, eine Blumenwiese oder auf einen Sonnenuntergang.  Wenn Ihre Gedanken abschweifen, lassen Sie es zu, zwingen Sie sich zu nichts. Suchen Sie wieder das beruhigende Bild , atmen Sie ruhig und lassen Sie die Gedanken kommen und gehen.

Wie lange sollte ich meditieren?

Setzen Sie sich kein minutiöses Limit.  Ob Sie 20 Min. oder eine halbe Stunde meditieren, bleibt Ihnen überlassen, auch schon 10 Minuten können sehr hilfreich sein.  Wenn Sie die Meditation auflösen, dann entspannen Sie sich, atmen Sie ruhig ein und aus , strecken und recken Sie sich und lassen Sie Ihre Energien wieder in Fluss kommen.

Bei einer Meditation kann nichts geschehen, was Euch nicht gut tun würde.  Sollte Ihr einmal so angespannt sein, dass Ihr das Gefühl habt, abbrechen zu wollen, dann macht das einfach.  Mit ein bißchen Übung werdet Ihr feststellen, welch wichtiges Element die Meditation in Eurem Leben einnehmen wird.  Fortgeschrittene können ein paar Minuten lang meditieren und fühlen sich entspannt und frisch, wie nach mehreren Stunden Schlaf.  Probiert es einfach einmal aus.  Es wird Euch gefallen!

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