Entschleunigung im Wanderurlaub und auf Wanderrouten

Entschleunigen beim Wandern - das klingt plausibel!  Ich dachte mir, warum nicht mal antesten.  Wenn man wandert, mit Gleichgesinnten oder einfach ein paar netten Leuten, ergeben sich vielleicht gute Gespräche - oder vielleicht auch ein positives Schweigen auf dem Weg - wohin auch immer. Heisst es nicht: "Der Weg ist das Ziel"?!  Gesagt, getan.   Um Ruhe in der Natur zu finden, muss man wirklich nicht rund um die Welt reisen. Das Gute liegt so nah.  Ich lebe z.B. in Spanien, an der Costa Blanca und kann sowohl im nahen Mittelgebirge wandern, wie auch an den traumhaft schönen Sandstränden der Küste entlang.  Ohne meine Hunde gehe ich eigentlich, normalerweise und freiwillig, keinen Schritt. Aber ich bin ja auf dem Entschleunigungstripp.  Also, antesten.

Es ist so unglaublich still

Sie müssen Ihre ersten Versuche auch nicht mit Freunden oder Bekannten starten, Sie können auch alleine losgehen.  Sie werden überrascht sein, über all die Impressionen, die Sie erwarten und Sie überraschen werden.  Es ist so unsagbar still.  Wann waren Sie zum letzten Mal alleine im Wald oder alleine am Strand unterwegs?  Sie hören das Rauschen der Wellen, den Singsang der Möwen und sonst nichts.  Sie hören Ihren Atem und Ihr Herz klopfen. Erstmal ist diese Ruhe beunruhigend oder fast sogar beängstigend.  Wenn Sie im Wald alleine unterwegs sind, haben Sie ähnliche Erlebnisse.  Sie hören das Knorren der Äste, auf die Sie treten, hören nur die Natur wispern oder vielleicht ein Flugzeug , dass über Sie in weiten Fernen hinwegbraust.  Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.  Sie werden feststellen, dass Sie in kurzer Zeit in eine Art stoischen Rhythmus verfallen.  Mir geht es häufig so, dass ich innerlich immer die gleiche Textzeile eines Liedes repetiere.  Es ist wie ein Mandra.  Es kommt einfach so, nicht gewollt und nicht erzwungen.  Wenn ich zurück gehe, spüre ich eine ungeahnte Ruhe in mir.  Der Kopf ist frei und meine Gedanken hatten eine Auszeit.

Wandern tut den Muskeln und dem Geist gut

Es ist unfassbar, wie gut Wandern dem Körper und dem Geist tut.  Ich hatte das seit Jahren vernachlässigt. Es ist so wichtig zu entschleunigen.  Machen Sie kleine Schritte, den durch das Gehen entsteht das Wandern.  Auch Reinhard Messner ist der Ansicht, dass der Hype auf Outdoor Sport gerade erst begonnen hat.   Entschleunigen und Entschleunigung ist wirklich das Zauberwort der Jetztzeit.  Ein Wanderurlaub auf noch unbekannten Wanderrouten ist eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Lassen Sie den Alltag hinter sich. Dazu müssen Sie nicht in fremde Gefilde reisen.  Sie können auch in Ihrem nahen Umfeld zur Ruhe kommen und sich entschleunigen.  Wandern lässt sich überall, gleich in welcher Region Sie leben.  Es gibt sicher Flüsse, Bäche, Seen oder Gebirge in Ihrer unmittelbaren Nähe.   Wandern ist ein sanfter Sport, der sich überall ausführen läßt. Selbsterfahrung und Selbstsorge gehen damit einher.  Beim Gehen lassen Sie Tagträume zu und begeben sich auf Sinnsuche. Ganz unbewusst. Lassen Sie die Gedanken fließen.

Musik im Herzen und Poesie in den Gedanken

Genießen Sie das Laufen, das Wandern, das vor sich  hingehen.  Sie werden mit offenen Sinnen durch die Natur gehen.  Sie werden die langsam dahinziehenden Wolken genauso in sich aufnehmen, wie das Wandern der Sonne oder den Mondschein, der sich in den knorrigen Ästen widerspiegelt. Lassen Sie die Schönheit der Natur auf sich wirken.  Sie werden ein nie gekanntes Gefühl der Freiheit in sich spüren.  Das bedeutet, Sie sind auf dem Weg der Entschleunigung.  Ein Wanderurlaub oder einfach Wandern auf noch nicht ausgetretenen Pfaden, kann der Öffner für den neuen Lebensabschnitt bedeuten.  Es klingt so einfach, ja, es ist im Grunde genommen auch ganz einfach.  Jeder muss nur für sich den ersten Schritt wagen und das Experiment eingehen.  Entschleunigen und Entschleunigung sollten keine Metaphern für ein "morgen vielleicht" sein.  Probieren Sie es am besten heute gleich mal aus.

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